Storys
Schon als Kind schrieb ich gern eigene Geschichten….
Geschichte
Der Fisch an der Angel
Es war einmal ein Fisch, der sehr vorsichtig schwamm und acht gab, dass ihn niemand fischte. Eines Tages begab es sich, dass er eine Frau am Ufer sah, die so freundlich und liebevoll aussah, dass der kleine Fisch näher zu ihr schwamm. Sie sah ihn und redete mit ihm, er hörte ihr zu und fühlte sich gut aufgehoben. So trafen sie sich regelmäßig, manchmal ging die Frau auch mit ins Wasser und schwamm ein paar Runden. So gewöhnte sich der Fisch nach und nach an die Anwesenheit der Frau und war jedes Mal froh, wenn er sie sah.
Eines Tages kam ein Angler zum Flussufer, der kleine Fisch musste mitansehen, wie er einige Freunde an dem Wasser fischte und gab gut Acht, dass er der Angel nicht zu nah kam.
Er wartete bis die Frau kam, denn sie würde dem Angler bestimmt klar machen, dass er hier nicht fischen gehen sollte....
Die Frau kam und interessierte sich für das Angeln und wollte es auch mal ausprobieren. Der kleine Fisch erschrak, doch wollte er gleichzeitig in ihrer Nähe sein.... so passierte es, dass er schneller als ihm lieb war am Angelhaken festhing. Die Frau bemerkte es und es tat ihr Leid, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie wollte ihn befreien. Doch der Fisch zappelte und wehrte sich mit aller Macht gegen diese Gefangenschaft.... doch je mehr er zappelte, desto schlimmer wurde es. Er tat sich selbst weh, der Haken bohrte sich fest bis er irgendwann nicht mehr konnte und ruhig blieb.
Die Frau holte die Angel ein und versuchte mit aller Kraft ihn zu befreien. Da er nicht vertrocknen sollte, ließ sie ihn zwischendurch immer wieder zurück ins Wasser.... so ging es rauf und runter und rauf und runter......Dadurch löste sich der Haken langsam bis der kleine Fisch abrutschte..... ins Wasser plumpste.
Er war frei.... einfach so von der Angel gefallen ohne Vorwarnung, ohne Vorbereitung.... das machte ihn ganz traurig.... er schwamm ein Stück um die Frau zu sehen, in der Hoffnung, sie würde ihm gut zureden, ihm Mut machen.... doch sie war nirgends zu finden. Traurig blieb er zurück. Seine Wunde wurde im kalten Wasser gekühlt, was gut für ihn war. Er schwamm vorsichtig hin und her.... tagelang blieb er in der Nähe des Ufers und hoffte, die Frau würde nochmal zu ihm kommen. Doch sie kam nicht mehr zurück an dieses Ufer....
Juni 2022
Cäcilias magische Reise
Eine etwas längere Geschichte über die Kraft der Musik
12.10.2025
„Die Macht der Musik: Cäcilias magische Reise“
Abenteuer in sieben Kapiteln
Ein fantastische Geschichte über Musik, Magie und Freundschaft
(für Kinder ab 9 Jahren)
Kapitel 1: Die magische Melodie
Cäcilia liebte Musik seit ihrer Kindheit. Obwohl sie seit ihrer Jugend im Rollstuhl saß, hatte sie niemals ihren Lebensmut verloren. Ihr Zimmer war voller Noten und
Instrumente: Ein schwarzer Flügel im Zimmer, eine Blockflöte auf dem Schreibtisch und eine alte Gitarre, deren Saiten im Sonnenlicht funkelten. Cäcilia spielte oft Stücke und Lieder voller Hoffnung, und ihre Freundin Christel hörte ihr gern zu. Aus dem jungen musikbegeisterten Mädchen wurde eine Frau, die ihr Wissen an Kinder in einer Musikschule weitergab.
Eines Tages, als Cäcilia gerade Nadja, ein neunjähriges Mädchen unterrichtete, drang Eine unbekannte Melodie aus der Ferne ins Zimmer – eine Melodie, so verlockend und seltsam, dass sie innehielten und neugierig zum Fenster blickten. Es war wie ein Parfümduft, intensiv und betörend, je lauter es zu hören war. Sie konnten sich kaum auf den Unterricht konzentrieren, sondern saßen wie verzaubert und lauschten. Cäcilia hatte ein absolutes Gehör, doch diese Melodie war nicht eindeutig zu fassen. Es waren Töne, die teilweise auch unrein klangen…. Irgendwas stimmte nicht, das spürte Cäcilia.
Kapitel 2: Der Mann mit den verzauberten Liedern
Am nächsten Tag kam ein fremder Mann in die Musikschule. Mit seinem dunklen Hut und dem geheimnisvollen Koffer zog er sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Er öffnete einen Koffer und spielte auf einer seltsam glänzenden Flöte. Die Melodien waren wunderschön, doch sie hatten einen seltsamen Nachklang – etwas, das die Herzen Schwer machte. Was war das? Woher kam dieser Mann? Was hatte er vor?
Die Anwesenden standen da, ihre Gesichter wirkten versteinert. Niemand ahnte, dass diese Musik etwas Dunkles in sich trug. Nur Cäcilia spürte, dass hier Magie im Spiel war.
Sie beobachtete die Menschen: Die Kinder lachten weniger, die Erwachsenen wirkten traurig, keiner sprach mehr ein einziges Wort. Sie gaben ihm Beifall, als er seine Melodien vollendet hatte. Dann verschwand er wieder. Niemand wusste, dass der Mann aus dem Schattenwald kam, einem Ort, an dem verstummte Lieder und vergessene Melodien wohnten. Dort hatte er einst ein Bündnis mit einer alten Macht geschlossen, die ihm erlaubte, mit seiner Flöte Herzen zu beeinflussen. Sein Ziel war es, jene dunkle Kraft durch die Traurigkeit der Menschen zu nähren und so seinen eigenen Fluch zu brechen.
Kapitel 3: Die Schatten der Musik
Schon bald breitete sich die bedrückende Stimmung im ganzen Dorf aus. Wo einst
fröhliches Lachen zu hören war, herrschte nun Schweigen. Cäcilia versuchte, ihre hellen Lieder dagegen zu spielen, doch die verzauberten Melodien hatten sich tief in die Herzen der Menschen geschlichen. Cäcilia erinnerte sich an eine alte Geschichte, die ihr Großvater einst erzählt hatte – von der Zauberin Kaizen, die mit Musik Gutes bewirken konnte. Christel zögerte, doch als sie sah, wie traurig die Menschen um sie herum geworden war, fand sie den Mut, sich mit Cäcilia auf die Suche nach der Zauberin zu machen.
Kaizen war nicht nur eine Zauberin, sondern auch Hüterin der alten Melodien und der Hoffnung. Ihr Lächeln war warm und beruhigend, und ihre Augen funkelten vor Güte und Weisheit. Sie trug ein Gewand aus schimmernden Stoffen, das bei jeder Bewegung in allen Farben des Regenbogens leuchtete. Die Dorfbewohner nannten sie oft „die Stimme des Waldes“, denn ihre Lieder und ihr Gesang konnten Wunden heilen und dunkle Gedanken vertreiben. Seitdem der Mann seine Schattenmelodien gespielt hatte, kannten die Menschen keine anderen Melodien mehr, selbst das Radio spielte die dunklen Melodien täglich ohne Pause.
Kaizen kannte die Geschichte des bösen Fluchs, der auf dem Mann lastete, und wusste um die Magie der verzauberten Flötenmelodie. Mit ihrer Erfahrung und ihrem großen Herzen verstand sie sofort, wie sehr die Menschen unter der finsteren Musik litten. Nur Sie kannte die Kraft der heilenden Noten und den alten Gegenzauber.
Kapitel 4: Die Suche nach Kaizen
Mit Cäcilias Rollstuhl, der von bunten Bändern geschmückt wurde, und einem Rucksack voller Noten und Proviant machten sich die beiden Freundinnen auf den Weg. Sie fragten herum, horchten in die Wälder hinein und folgten schließlich einem leisen Summen, das nur mit dem Herzen zu hören war. Der Weg führte sie über Wiesen und durch einen geheimnisvollen Zauberwald. Christel musste sich ihren Ängsten stellen, denn hinter jedem Baum schien ein seltsames Geräusch zu erklingen. Doch Cäcilias Musik war immer bei ihr – sie spielte auf der Flöte beruhigende Melodien, die Christel Mut gaben.
Als es dämmerte und die Schatten zwischen den Bäumen länger wurden, beschlossen Cäcilia und Christel, einen Unterschlupf für die Nacht zu suchen. Sie fanden eine kleine, Von Moos bewachsene Höhle, die sie mit Laub auspolsterten. Während sie sich einrichteten, lauschten sie dem Rascheln der Blätter und dem fernen Ruf eines Kauzes.
Beide liebten die Natur und fühlten sich zwischen den alten Bäumen, dem weichen
Waldboden und den neugierigen Tieren besonders geborgen. Ein Rotkehlchen setzte
sich in ihre Nähe und beobachtete sie, als hätten sie es schon immer gekannt. Soverbrachten sie die Nacht im Zauberwald und spürten, dass die Tiere und die Natur ihnen Kraft und Zuversicht schenkten, bevor sie sich am nächsten Morgen auf den Weg zur Zauberin machten.
Kapitel 5: Abenteuer im Zauberwald
Im Zauberwald begegneten sie Tieren, die im Takt von Cäcilias Liedern tanzten, und
einer Eule, die ihnen den Weg zeigte. Sie mussten Rätsel lösen:
Auf ihrem Weg durch den Zauberwald mussten Cäcilia und Christel drei Prüfungen
bestehen. Zuerst mussten sie einen verwunschenen Fluss überqueren, dessen Wasser wie ein Spiegel alles verdrehte, was sich darin spiegelte. Nur, wer die Wahrheit im Eigenen Herzen kannte, konnte den schmalen, schimmernden Steg sehen, der ans andere Ufer führte. Cäcilia und Christel beteten zu Gott, dann nahm Christel den Rollstuhl ihrer Freundin, hielt sich daran gut fest und begann langsam zu schieben. Ihr Herz klopfte, der Weg schien plötzlich mitten im Fluss zu enden. Doch da spürten sie plötzlich ein sanftes Licht hinter sich. Ein leuchtender Engel erschien, dessen Flügel in zarten Farben schimmerten. Mit einer beruhigenden Stimme sprach er ihnen Mut zu und legte seine Hand auf Christels Schulter. „Vertraut auf die Liebe und die Kraft eurer Freundschaft“, sagte er lächelnd. Da wurde der schimmernde Steg für ihre Augen klarer, und gemeinsam, geführt von dem Engel, überquerten sie sicher den verwunschenen Fluss und schafften sie den Weg hinüber.
Die zweite Prüfung stellte sich ihnen in Gestalt eines uralten Baumes, dessen knorrige Äste ein Lied summten. Der Baum bewachte ein Rätsel: „Ich bin der Anfang von allem, das Ende jeder Angst, in mir liegt jede Melodie verborgen – wer bin ich?“ Christel dachte lange nach, während die Melodie des Baumes immer leiser wurde. Schließlich sprach sie: „Es ist das Herz. Denn im Herzen beginnt alles, dort enden die Sorgen, und dort wohnt die Musik.“ Zufrieden öffnete der Baum einen verborgenen Durchgang, und die Mädchen durften weiterziehen.
Ein Wasserfall sang in fremden Tönen und nur, wer die Melodie nachspielte, durfte
passieren. Cäcilia meisterte jede Prüfung mit ihrem absoluten Gehör und ihrer Flöte, während Christel lernte, auf ihr Herz zu hören und sich nicht einschüchtern zu lassen. Gemeinsam fanden sie schließlich eine versteckte Lichtung, auf der eine kleine Hütte stand – die Hütte der Zauberin Kaizen.
Kapitel 6: Die Begegnung mit Kaizen
Kaizen war eine freundliche, weise Frau mit silbernen Haaren, die sofort erkannte,
warum die beiden gekommen waren. Sie erzählte von den Kräften der guten und bösen Melodien und zeigte Cäcilia eine Notenschrift, mit deren Hilfe man den Bann lösen konnte. Doch die Melodie musste von Herzen kommen, und Cäcilia sollte sie mit demMädchen namens Nadja zusammen spielen, das damals Unterricht bei ihr hatte, denn sie war das einzige Kind, das vom Fluch unversehrt geblieben war. Nur gemeinsam, jung und alt, mit Mut und Vertrauen, konnten sie die dunkle Musik überwinden und die Menschen davon erlösen.
Bevor Kaizen das Mädchen zu sich holte, hatte diese bereits im Traum eine leise
Vorahnung erhalten: ein geheimnisvoller Ruf und die Erscheinung des alten
Zauberwaldes ließen sie erspüren, dass sie gebraucht wird. Kurz darauf flatterte ein
funkelnder Brief in ihr Fenster – eine Einladung von Kaizen, die sie bat, ihre Gitarre und die wichtigsten Sachen zu packen. Kaum hatte Nadja die Sachen gepackt, erschien vor ihrem Fenster ein schimmerndes Zauberwesen: Fuchur, ein freundlicher, weißer Musikdrachen mit funkelnden Augen. Mit seinem sanften, liebevollen Wesen schenkte er jedem, Zuversicht und Geborgenheit. Er stammte aus der „Unendlichen Geschichte“ und trug die Magie alter Erzählungen in sich, wodurch seine Anwesenheit im Zauberwald für Nadja wie ein vertrautes Wunder erschien. Sanft forderte er sie auf, auf seinen Rücken zu steigen.
Nadja zögerte nicht lange, kletterte mit Gitarre und Rucksack auf Fuchur und schon
schwebten sie über die Baumwipfel des Zauberwaldes, um kurz darauf sanft vor Kaizens Hütte auf der versteckten Lichtung zu landen.
Nadja lauschte der Botschaft, sie war voller Vorfreude und Neugier, und bereit, ihre
Lehrerin zu unterstützen, um den Fluch der Melodien zu brechen. Gemeinsam
begannen sie, die Notenschrift zu üben: Cäcilia auf ihrer Flöte und Nadja an der Gitarre.
Mit viel Geduld und gegenseitigem Vertrauen erarbeiteten sie die Töne und spürten,
dass diese Musik magisch war . Es dauerte drei Tage, bis die Beiden soweit waren, dass sie zurückkehren konnten.
Die Zauberin Kaizen hatte in der Zwischenzeit Nadjas Eltern einen Brief geschrieben und darin erklärt, dass Nadja an einem Musikwettbewerb teilnehmen dürfe. Sie versicherte ihnen, dass es für sie eine große Ehre und eine wertvolle Erfahrung sei und dass sie in drei Tagen wohlbehalten zurückkehren werde. So konnten Nadjas Eltern beruhigt und voller Stolz ihren Segen geben, während Nadja im Zauberwald fleißig übte.
Kapitel 7: Rettung und Heimkehr
Drei Tage später kehrten sie mit der Hilfe von Fuchur zurück. Kaum waren sie in der
Musikschule angekommen, ging Christel zu den Menschen in der Umgebung und bat sie, sich zu versammeln und mit ihr mit zu kommen. Dann spielten Cäcilia und Nadja Die heilende Melodie. Zunächst war es ein leises Flimmern in der Luft. Die Menschen in der Musikschule hielten den Atem an, während die ersten sanften Töne von Flöte und Gitarre durch den Raum schwebten. Nach und nach begannen die Schatten, die sichwie Nebel um die Herzen gelegt hatten, zu verblassen. Einige blickten verwundert um sich, als ob sie aus einem dunklen Traum erwachten. Andere begannen zögernd zu lächeln, und schließlich flossen sogar Tränen der Erleichterung. Mit jeder Wiederholung
der Melodie wurde diese lauter und die Menschen sangen sie mit. So öffneten sich ihre Herzen dem Licht und der Freude zu. Es dauerte nicht lange, bis schließlich alle von Harmonie und Hoffnung gefüllt waren – der Bann war gebrochen, und die Menschen fühlten sich wieder frei.
Der geheimnisvolle Mann, der unweit wohnte und der zuvor seine dunkle Magie über alle gelegt hatte, spürte seine Macht schwinden. Er lief zur Musikschule und wurde von einer plötzlichen Klarheit erfasst. Für einen Moment stand er verloren inmitten der fröhlichen Menschenmenge, dann veränderte sich sein Blick: Die Dunkelheit wich aus seinen Augen, und er erinnerte sich an das Gute, das auch einmal in ihm gelebt hatte. Still verließ er die Musikschule, entschlossen, fernab einen neuen Anfang zu wagen und sein eigenes Herz zu heilen. Die Spuren seiner bösen Zauberkunst lösten sich auf, und er verschwand ohne Groll, während das Leben in der Stadt mit neuer Freude erwachte.
Am Abend wussten Cäcilia und Christel: Wahre Magie entsteht, wenn man gemeinsam über sich hinauswächst und an das Gute glaubt.
So wurde aus Cäcilias und Christels Abenteuer eine Legende, die noch lange nach
ihrem Tod in den Erinnerungen der Menschen lebendig und unvergessen blieben.Ihre Instrumente werden bis heute von ihren Schülern gespielt und sind zu einem festen Bestandteil der Musikschule geworden. So haben sie sich einen bleibenden Platz im Herzen der Menschen gesichert, und ihre Melodien klingen weiter, getragen von Generation zu Generation. Nadja spielt und singt auch heute noch diese Melodie von damals.
Ihre Geschichte zeigt: Wer Musik in sich trägt und sich ihr mit Hingabe widmet, beweist ein gutes Herz. Musik verbindet, heilt und öffnet uns für göttliches Licht – sie ist ein Spiegel unserer inneren Güte und der Liebe, die wir in die Welt bringen können und die niemals enden darf. Darum spielt und singt die Melodien, die eure Seele befreien und glücklich machen.